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Operative Beendigung einer Fehlgeburt
Bei diesem operativen Eingriff handelt es sich um die operative Beendigung einer nicht mehr intakten Schwanderschaft.
Leider kommt es im
Verlauf von Frühschwangerschaften recht häufig zu einem Absterben der Frucht. Die Ursache kann meist nicht festgestellt werden. Es handelt sich um eine natürliche Selektion nicht lebensfähiger Früchte. Die
Fruchthöhle wächst nicht mehr zeitgerecht, es entwickelt sich kein Embryo oder bei dem Embryo, welcher bereits im Ultraschall nachgewiesen wurde, hat das Herz aufgehört zu schlagen. Meist kann bereits bei einem
Embryo von 2.3 mm in der 6. Schwangerschaftswoche der Herzschlag nachgewiesen werden. Das Fehlen des Herzschlages bei entsprechender Embryonalgröße ist ein sicherer Nachweis, dass die Schwangerschaft nicht mehr
intakt ist. Oft sucht die Patientin den Frauenarzt wegen beginnender Blutungen auf. Eine Fehlgeburt ist für die betroffenen Patientinnen und Paare sehr belastend. Um jedoch zu vermeiden, dass der Körper die Frucht
mit einer manchmal sehr starken Blutung ausstößt oder diese Ausstoßung nicht vollständig ist und Fruchtanteile in der Gebärmutter zurückbleiben, empfiehlt der Frauenarzt einen kurzen operativen Eingriff -
die Vakuumaspiration und Nachkurettage. Das heißt: Während einer kurzen Vollnarkose wird die Gebärmutter aufgedehnt, die Frucht abgesaugt und
anschließend mit Ultraschall kontrolliert, ob alle Fruchtanteile entfernt wurden. Gegebenenfalls können Reste noch nachkurettiert werden. Ca. 5-10 Minuten nach der Operation ist die Patientin wieder wach und
nach einer Ruhezeit im Aufwachraum kann ein Angehöriger die frisch operierte Patientin wieder nach Hause begleiten.
Wie bei jedem operativen Eingriff sind auch hier einige Vorbereitungen erforderlich. Daher
legen wir einen großen Wert auf Ihre persönliche Vorstellung in unserer Praxis. Bitte melden Sie sich möglichst bald nach Feststellung der Fehlgeburt zur OP-Besprechung an. Bei diesem Vorstellungstermin werden Sie
über das operative Vorgehen aufgeklärt. Wir legen einen sehr großen Wert auf einen risikoarmen Operationsablauf und daher erhalten alle Patientinnen eine Medikation vor der Operation, um die OP-Risiken auf ein
Minimum zu senken. Ohne das sogenannte medikamentöse `PRIMING´ sind die OP Risiken wie Blutungen und Nachblutungen, sowie Verletzung der Gebärmutter, um ein Vielfaches höher. Daher sollte bei diesem Eingriff
medikamentös vorbehandelt werden.
Dank der medikamentösen Vorbereitung konnten die Komplikationen dieser nicht ganz ungefährlichen Operation deutlich gesenkt werden. Die Risiken sind: Blutungen unter und nach
der Operation, Nachblutungen, Verletzungen der Gebärmutter, Entzündungen sowie Thrombose und Embolie.
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