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KONISATION
Bei dieser Operation, welche unter Vollnarkose durchgeführt wird, handelt es sich um einen etwas aufwendigeren frauenärztlichen operativen
Routineeingriff. Dieser Eingriff wird vom Frauenarzt angeordnet, um Zellveränderungen, welche beim Krebsabstrich oder bei einer Zelluntersuchung vom Gebärmutterhals (Zervix) aufgefallen sind, abzuklären. Beim
Eingriff wird nach Darstellung der Scheide und des Gebärmuttereingangs der Gebärmuttermund (Zervix) jeweils mit speziellen Instrumenten festgehalten, der Gebärmutterhals geweitet und anschließend mit einem Skalpell
ein Kegel aus dem Gebärmutterhals herausgeschnitten. Der Operateur achtet besonders darauf, dass alle oberflächlichen Veränderungen entfernt werden. Anschließend werden mit sogenannten Kuretten der verbliebene
Gebärmutterhals und die Gebärmutterhöhle ausgeschabt. Um die Blutung aus der Gebärmutterhalswunde zu stillen wird mit Hitze die Wunde verkocht (koaguliert). Falls es dennoch aus Gefäßen blutet, muß gelegentlich eine
Naht gesetzt werden. Das spezielle Problem bei dieser Operation ist die Blutstillung und die Gefahr von Nachblutungen, welche auch erst nach Stunden oder etlichen Tagen auftreten können. Auf dieses Risiko wird die
Patientin vom Operateur gesondert hingewiesen. Eine Nachblutung ist kein Hinweis auf eine schlecht durchgeführte Operation, sondern tritt leider ab und zu auf und zwar unabhängig davon, ob die Konisation ambulant
oder stationär durchgeführt wurde. Der entfernte Kegel und das gewonnene Gewebe wird aufgefangen und nach Konservierung in Formaldehyd an den Pathologen zur Untersuchung weitergeleitet. Das histologische
Untersuchungsergebnis nutzt der Frauenarzt bei der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Oft werden Vorstadien von Gebärmutterhalskrebs (Carcinoma in situ) entdeckt und durch den Eingriff geheilt.
Der Eingriff dauert ca. 30 Minuten.
Obwohl es sich bei der Konisation um einen Routineeingriff handelt, gibt es doch, wenn auch sehr selten, Operationsrisiken. Diese können sein: Blutungen und
insbesondere Nachblutungen auch noch nach Tagen, Verletzungen der Gebärmutter, Entzündungen, Thrombose oder Embolie. Normalerweise muß man sich jedoch keine Sorgen wegen des Eingriffs machen.
Diese Operation
eignet sich besonders, ambulant durchgeführt zu werden. Nach der Überwachung im Aufwachraum können Sie sich zuhause in Ihrer gewohnten Umgebung vom operativen Eingriff erholen. Da die seltenen Nachblutungen oft erst
nach mehreren Tagen, und somit oft erst nach Klinikentlassung auftreten, ist die ambulante Durchführung des Eingriffs sinnvoll und gerechtfertigt.
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