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Eine Sterilisation wird durchgeführt um Frauen nach Abschluss der Familienplanung sicher und entgültig unfruchtbar zu machen.
Selbstverständlich werden bei diesem Eingriff auch Veränderungen im Bauchraum diagnostiziert.
Es wird zunächst über einen ca. 1 cm langen Hautschnitt im Nabel, nach Aufblasen des Bauchraumes mit Kohlendioxid
(CO²), ein Rohr (Trokar) eingeführt. Durch dieses wird anschließend ein optisches Spiegelgerät (Laparoskop) eingeführt. Unter Zuhilfenahme einer Videoeinheit kann nun der Bauchraum inspiziert werden. Über einen
zweiten kleinen Schnitt auf der Schamhaargrenze wird eine elektrisch leitende Zange eingeführt. Mit hochfrequentem Strom werden die Eileiter (Tuben) über eine Länge von ca. 2 cm verkocht. Der so behandelte
Tubenabschnitt vernarbt und ist anschließend nicht mehr durchgängig. Die Eizelle gelangt nicht mehr zur Gebärmutter, die Spermien können nicht mehr zur Eizelle gelangen. Die Eierstöcke bleiben somit unverändert, es
kommt also im Normalfall zu keiner Veränderung des Hormonhaushalts. Der Eingriff unterbricht also nur den Weg der Eiwanderung OHNE Beeinflussung des Hormonhaushalts. Die Sterilisation ist so ziemlich die
sicherste Methode der Verhütung, ist kaum erfolgreich rückgängig zu machen und ist somit als entgültige Verhütung zu betrachten.
Mögliche Komplikationen: Den Erfolg seiner Behandlung und ihre
Risikofreiheit kann kein Arzt garantieren. Die allgemeinen Gefahren ärztlicher Eingriffe, wie Infektionen, Thrombosen (Bildung von Blutgerinnseln), Embolien (Blutgefäßverschlüsse, z.B. durch verschleppte Gerinnsel),
Blutungen während oder nach der Operation, Verwachsungen oder Darmlähmung sind dank der Fortschritte der Medizin selten geworden. Wir können auch mehr als früher dagegen tun. Verletzungen von Nachbarorganen (z.B.
Darm, Harnwege), Nerven, Blutgefäßen und, bei ergänzenden Eingriffen, auch Schädigungen durch elektrischen Strom und Hitzeeinwirkung, sind extrem selten. Solche Verletzungen können eine operative Versorgung mit
Eröffnung der Bauchhöhle notwendig machen. Beschwerden treten nach der Bauchspiegelung nur selten auf. Gelegentlich kommt es zu Schmerzen im Bauch, im Schulter- oder Halsbereich, die nach kurzer Zeit abklingen.
Nach der Sterilisation kann es in seltenen Fällen zu einer meist vorübergehenden Durchblutungsstörung mit Funktionsstörung der Eierstöcke kommen.
Bild 1 Bild 2
Anatomie der Eileiter. Bild 1 zeigt den rechten Eileiter mit dem anatomisch unauffälligen Eierstock (Ovar) am rechten unteren Bildrand.,
Bild 2 zeigt den linken Eileiter, daneben die bipolare Fasszange.
Anatomie nach Elektrokoagulation der rechten Tube. Die verkochte (koagulierte)
rechte Tube wird mit der Fasszange zur Seite geschoben um den darunter liegenden Eierstock einsehbar zu machen.
Verkochter (koagulierter) Eileiterabschnitt der rechten Tube, unten rechts des Ovar
Linker verkochter (koagulierter) Eileiter
Verkochter linker Eileiter mit der Koagulationszange gefasst um das darunter liegende Ovar darzustellen
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