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Früherkennung von Krebserkrankungen der Frau
Welche Leistungen umfasst die Früherkennungsuntersuchung?
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jeweiligen Thema oder dem Atlas sind farblich hervorgehoben und unterstrichen.
Ab dem 20. Lebensjahr: Eine körperliche Untersuchung des
Unterbauches pro Jahr mit der Entnahme von Zellmaterial (Abstrich) vom Gebärmutterhals.
Ab dem 30. Lebensjahr: zusätzlich zur vorgenannten Untersuchung erfolgt eine Untersuchung der Brüste und der Achselhöhlen sowie die Inspektion der
Haut auf verdächtige Veränderungen. Dringend empfehle ich die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust, 1 mal im Monat jeweils nach der Periodenblutung. Einmal
jährlich wird eine Ultraschalluntersuchung der Brust zur Erhöhung der Sicherheit empfohlen.
Ab dem 50. Lebensjahr: zusätzlich zu den vorgenannten Untersuchungen eine Untersuchung des Enddarmes und ein
standardisierter Test auf Blut im Stuhl. Dringend empfehle ich die regelmäßige monatliche Selbstuntersuchung der Brust. Einmal jährlich wird eine Ultraschalluntersuchung der Brust und alle 3 Jahre eine Mammographie zusätzlich empfohlen, um die Sicherheit in der Brustdiagnostik zu erhöhen.
Zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr wird
auf Wunsch der Patientin eine Dickdarmspiegelung von einem zugelassenen Gastroenterologe auf Kosten der gesetzlichen Krankenkasse durchgeführt. 10 Jahre später besteht hierzu nochmals die Möglichkeit. Patienten ab
dem 65. Lebensjahr steht nur noch eine vorsorgliche Darmspiegelung zu. Wer diese vorsorgliche Darmspiegelung durchführen hat lassen erhält 10 Jahre keine zusätzlichen Stuhl-Testkärtchen. Wer die Darmspiegelung
ablehnt erhält nur alle 2 Jahre die Stuhltest-Briefchen. Weitere Stuhlteste, dann allerdings auf eigene Kosten, werden dringend empfohlen. Hierzu eignen sich besonders die neuen wesentlich zuverlässigeren
immunologischen Stuhlteste, welche Sie bei einem innovativen Frauenarzt erhalten können. Dringend empfehle ich die regelmäßige monatliche Selbstuntersuchung der Brust. Einmal jährlich wird eine Ultraschalluntersuchung der Brust und alle 3 Jahre eine Mammographie zusätzlich empfohlen, um die Sicherheit in der Brustdiagnostik zu erhöhen.
Die Früherkennungsuntersuchung der Frau auf Krebs ist standardisiert, der Umfang der Untersuchungen bundesweit einheitlich festgelegt. Sie umfaßt derzeit KEINE Untersuchungen mit Ultraschall des Unterleibes oder der Brüste oder die Mammographie. Diese durchaus sinnvollen Untersuchungen können nur bei medizinischer Indikation erbracht werden, jedoch nicht auf Wunsch der Patientin. Diese Untersuchungen sind wichtige und sinnvolle Selbstzahler-Leistungen.
Der Umfang der kassenärztlichen Leistungen wird durch ein Gesetz geregelt, dessen Inhalt nachfolgend zitiert wird. Daran anschließend informiere ich Sie über bösartige Erkrankungen in der Frauenheilkunde und
über zusätzliche Untersuchungsmethoden, welche die diagnostische Sicherheit erhöhen.
§ 12 Sozialgesetzbuch 5 (Zitat):
“Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die
nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.”
Ihr Arzt des Vertrauens, egal welcher Fachrichtung, befindet sich also immer in wirtschaftlichen Zwängen! Sein freies medizinisches Handeln zum Wohle
seiner Patienten wird beschränkt durch Budgets und gesetzlichen Vorgaben. Um dem Einhalten dieser Vorgaben Nachdruck zu verleihen wird er regelmäßig mit Regressforderungen, Wirtschaftlichkeits- und
Plausibilitätsprüfungen konfrontiert und bedroht. Haben Sie also bitte Verständnis, wenn Ihr Arzt Wunschleistungen ablehnt. Er wird Ihnen aber niemals medizinisch notwendige Hilfe verweigern!
Nachfolgend behandelte Themen:
1. Gebärmutterhals-Krebs 2. Gebärmutterkörper-Krebs 3. Eierstockskrebs 4. Brustkrebs
Zusätzliche Untersuchungsmethoden zur Verbesserung der Früherkennungsuntersuchung auch Krebs der Frau:
a. Ultraschall-Untersuchung des Unterleibs
b. Ultraschalluntersuchung der Brüste
c. Knochendichte-Messung mit Ultraschall
d. Hormonspiegel (siehe auch Anti Aging )
e. Urin-Untersuchung
f. Immunologische Untersuchung des Stuhles auf Blut
g. Untersuchung auf sexuell übertragbare Erkrankungen
h. Dünnschicht Zytologie (spezieller verbesserter Anstrich der Zervix)
1. Gebärmutterhals-Krebs Diese Erkrankung war früher der häufigste Krebs der Frau, heute liegt er an dritter Stelle. Dies ist auf die herausragende Leistung der
Früherkennungs-Untersuchung zurückzuführen. Leider nehmen nur 40% aller Frauen diese Leistung der Krankenkassen in Anspruch. In den meisten Fällen kann durch die regelmäßige jährliche Untersuchung krankhafte Befunde
und Frühveränderungen so rechtzeitig entdeckt werden, dass Heilungsaussichten von 99,94% zu erreichen sind! Die Sicherheit des Krebsabstriches erhöht sich, wenn die Untersuchungen jedes Jahr durchgeführt werden oder
wenn eine Dünnschicht Zytologie hergestellt wird. Immer finden sich Veränderungen des Gebärmutterhalses in Verbindung mit Infektionen, vor allem mit dem Humana Papilloma Virus (HPV - siehe
unter g.)! Ein zusätzlicher Abstrich auf diese Viren empfiehlt sich immer bei Zellveränderungen am Gebärmutterhals. Diese Viren sind sexuell übertragbar, die häufigkeit diese Infektion steigt stetig.
2. Gebärmutterkörper-Krebs Diese Krebsart steht in der
Häufigkeit an zweiter Stelle nach dem Brustkrebs. Es sind davon vorwiegend ältere Frauen betroffen. Wesentliche Risikofaktoren sind Übergewicht, eine Zuckererkrankung und Bluthochdruck. Dieser Krebs macht sich
häufig erst duch Blutungen bemerkbar. Eine Ausschabung und Hysteroskopie wird dann zur richtigen Diagnosestellung erforderlich. Eine eigentliche Früherkennung, wie z.B. beimGebärmutterhalskrebs ist hier jedoch nicht möglich. Der
Gynäkologe kann den Krebs nicht ertasten, da er sich in der Gebärmutterhöhle befindet und nicht - oder erst sehr spät - auf die Oberfläche der Gebärmutter wächst. Blutuntersuchungen (sogenannte Tumormarker) sind
KEINE Möglichkeit der Diagnosestellung. Häufig geht dem Krebs allerdings eine Veränderung der Gebärmutter-Schleimhaut voraus, die im Ultraschall von der Scheide aus gesehen werden kann (siehe unter a.). Eine absolut
sichere Methode stellt jedoch auch diese Untersuchung noch nicht dar, obwohl moderne Ultraschallgeräte eine große diagnostische Vielfalt bieten. Fehlinterpretationen können vorkommen. Der vaginale Ultraschall stellt
heute den `Goldstandart´ der frauenärztlichen Untersuchung dar und wird als zusätzliche frauenärztliche Leistung sehr empfohlen! Frauen, die in den Wechseljahren (Klimakterium) Hormone erhalten, erkranken
seltener an dieser Krebsart. Diese Hormone sollten immer von Frauenärzten, dem Spezialisten für Hormontherapie, verschrieben und überwacht werden.
Eierstock-Krebs Auch hier steigt das Risiko einer Erkrankung mit zunehmendem Alter an, und
auch hier gibt es keine sichere Früherkennungsmethode. Dies ist mit Abstand die bösartigste Erkrankung der Frau. Der Krebs kann sehr schnell wachsen, so dass die jährlichen oder sogar die halbjährlichen
Untersuchungen nicht ausreichend sein können. Die Krebszellen können nur wenige Millimeter groß sein, so dass sie dem Tastbefund vollkommen entgehen. Dies ist der Grund, weshalb diese Krebsart oft erst in
fortgeschrittenem Stadium erkannt werden kann. Eine Blutuntersuchung bietet hier auch keine Möglichkeit der Frühdiagnose. In einer ULTRASCHALLUNTERSUCHUNG kann der Verdacht (!) auf einen Eierstocks-Krebs in günstigen Fällen gestellt werden, er ist jedoch auch mit dieser Methode nicht imme rausreichend früh und sicher zu erkennen.
Frauen, welche in früheren Jahren die Anti-Baby-Pille eingenommen habe, erkranken wesentlich seltener an dieser Krebsart. Ebenso Frauen mit einer zyclischen Hormontherapie.
Brust-Krebs Dieser Krebs ist
mittlerweile der häufigste Krebs der Frau. Jede zehnte Frau erkrankt an Brustkrebs. Durch die Erfolge bei der Früherkennung und Heilung des Gebärmutterhalskrebses ist der Brustkrebs an die erste Stelle gerückt. Bei
den Bildgebenden Verfahren gelten nach wie vor die Mammographie (Röntgenuntersuchung) sowie die strahlungsfreie Ultraschalluntersuchung (ggf. in Kombination) als sicherste Nachweismethode. Diese Untersuchungsmethoden sind jedoch NICHT Bestandteil der Vorsorgeuntersuchung, sondern werden nach medizinischer Indikation, z.B. bei Verdacht auf eine Erkrankung, angewandt.
Jede Frau kann durch die Selbstuntersuchung der Brust alle 4 Wochen, am besten nach der Periode, die Früherkennungsrate verbessern.
Bitte sprechen Sie Ihren Frauenarzt möglichst bereits vor der
Früherkennungsuntersuchung offen auf die Möglichkeit zusätzlicher individueller Untersuchungsmöglichkeiten (IGel), welche die Sicherheit der Vorsorge erhöhen,
an. Er berät Sie gerne individuell und kompetent.
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