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Auf dieser Seite stelle ich Ihnen zahlreiche Ultraschallbefunde der Gebärmutter vor.

Die Ultraschalluntersuchung des weiblichen Genitale ist eine sehr aufschlußreiche, wichtige Untersuchungsmethode. Da diese Untersuchung nur bei medizinischer Indikation anwendbar ist und darüber hinaus auch KEIN Bestandteil der Krebsvorsorgeuntersuchung der GKV ist, wird diese Untersuchung als zusätzliche Wunschleistung sehr empfohlen. Durch den Ultraschall wird eine enorme zusätzliche Sicherheit geboten, da hierdurch sehr oft auffällige, krankhafte Befunde entdeckt werden.
Sprechen Sie Ihren Frauenarzt auf diese individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an.

Abschnitt 1: Normalbefunde

danach folgen pathologische, also krankhafte Befunde, welche meist erst durch die Ultraschalluntersuchung entdeckt werden.

Abschnitt 2:
Fehlbildungen
 
Abschnitt 3:
Muskelveränderungen - Myome der Gebärmutter (Uterus)

Abschnitt 4:
Veränderungen der Schleimhäute (Endometrium) der Gebärmutterhöhle

Abschnitt 5:
Verhütung mit Kupfer- und Hormonspirale


1 Die Gebärmutter (Uterus)   -  Normalbefunde 

Bild 1.01: Normale, unauffällige Gebärmutter, nach vorne zur Bauchdecke geschlagen (Anteflektiert).
Die Gebärmutterhöhle wird durch den zarten Mittelschatten dargestellt, der entsteht, wenn die Schleimhautschicht (Endometrium) der Hinterwand und die der Vorderwand aufeinandertreffen. Unter Pillenanwendung (Ovulationshemmer) immer sehr schmal.

Bild 1.02: Befund wie 1.01, aber hier mit breiteren Schleimhautschichten in der Zyclusmitte. Die Endometriumschichten sind deutlich abgrenzbar.

Bild 1.03: Kleiner Uterus, Endometriumkontrolle bei Hormontherapie in der Postmenopause. Bei schleimhautunterdrückender  Hormontherapie darf das Endometrium nicht verdickt sein.

2. Angeborene Gebärmutteranomalie

Bild 2.01: Uterus duplex. Fehlbildung der Gebärmutter, wobei zwei Gebärmuttern angelegt sind. Im Bild sind zwei getrennte Gebärmutterhöhlen (1 und 2) in einem Gebärmutterkörper sichtbar.

3. Pathologie der Gebärmuttermuskulatur / Myombildung
siehe auch Hysteroskopie

Bild 3.01: Nahezu normale Gebärmutter, jedoch mit deutlicher Verdickung der Hinterwand. Beginnende Myombildung.

Bild 3.02: Normal große Gebärmutter jedoch mit deutlichem Hinterwandmyom 26 x 18 mm Durchmesser.
Myome sind gutartige Veränderungen der Muskelfasern. Hormonstimmuliert können sich diese bis hin zur Knotenbildung verändern.

Bild 3.03: Myomknoten an der Uterusspitze (Fundusmyom)

Bild 3.04: Deutlich hervortretendes Vorderwandmyom (zwischen 3 und 4) 22 mm Durchmesser.

Bild 3.05: Hinterwandmyom, welches die Gebärmutterhöhle nach vorne stülpt und verdrängt.

Bild 3.06: Solitärer Myomknoten, neben der Gebärmutter liegend

Bild 3.07: Intracavitär, also inmitten der Gebärmutterhöhle  liegender Myomknoten, welcher die Höhle völlig ausfüllt. Gebärmutter nach hinten geschlagen (Retroflektierter Uterus).

Bild 3.08: Kleiner, mitten in der Gebärmutterhöhle liegender Myomknoten 15 mm Durchmesser (1), sowie (2) kleiner Myomknoten auf die Gebärmutterschleimhaut drückend Siehe auch Hysteroskopie.

Bild 3.09: Großer, die Gebärmutterhöhle ausfüllender Myomknoten. (Gleiche Patientin wie Bild 3.08). Siehe auch Hysteroskopie.

Bild 3.10: Gebärmutter mit großem intramuralem Myomknoten, sowie einer eingebluteten Eierstockszyste (rechts)

4. Pathologie der Gebährmutterhöhle / Polypenbildung
siehe auch unter Hysteroskopie - pathologische Befunde

Bild 4.01: Gebärmutterhöhle mit mehreren kleinen Polypchen. Polypen sind Schleimhautwucherungen, zumeist gutartig, können sich jedoch auch bösartig verändern. Auch häufig bei jungen Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch zu finden. Schleimhautpolypen sollten operativ entfernt werden (siehe  Abrasio oder Hysteroskopie)

Bild 4.02a: Kleiner Schleimhautpolyp vorne in der Gebärmutterhöhle von 9 mm Durchmesser.

Bild 4.02b: Kleiner Corpuspolyp nach Ausschabung (Abrasio) OP-Präparat.

Bild 4.03: Großer Schleimhautpolyp inmitten der Gebärmutterhöhle, diese völlig ausfüllend. fast 2cm lang und 13 mm dick. War operativ entfernbar.

Bild 4.04: Großer Polyp in der Gebärmutterhöhle bei der Kontrastdarstellung. Deutlich sichtbar der Stil des Polypen und der Kopf des Polypen.

Bild 4.05: Gleicher Polyp in anderer Schnittebene - dicker Stiel wird bei der Kontrastierung ausgespart. der Kopf ist mit  Kontrastlösungs umspült

Bild 4.06: Östrogenstimmulierte, extrem hohe Schleimhaut in der Gebärmutterhöhle. Beginnende Blutung. Führt zu extrem starken Blutungen.

Bild 4.07: Uterus in der Postmenopause mit Flüsigkeitsansammlung (Serom) in der Gebärmutterhöhle. Linkes Bild im Längsschnitt, rechtes im Querschnitt. Die Schleimhautschichten (Endometrium) sind sehr zart (helle Begrenzung der Flüssigkeitsansammlung). Verlaufskontrolle erforderlich.

Bild 4.08: Mit 17 mm zu hoch aufgebautes Endometrium, mehrere Zysten beinhaltend. Histologisch nachgewiesene glandulär zystische Hyperplasie. Rein nach Ultraschallkriterien könnte auch ein Adenocarcinom vorliegen, daher operative Diagnostik erforderlich

Bild 4.09: Gleiche Patientin wie 4.08, aber andere Schnittführung, wobei weitere Zysten im Endometrium sichtbar werden.

5. Verhütung mit Intrauterinpessaren

Es gibt zwei unterschiedliche `Spiralenarten´.
Bei der Kupferpirale ist ein Kupferdraht spiralig um einen T - förmigen Kunstoffkern gewickelt.
Bei dem Intrauterinsystem `Mirena´ ist ein Depot mit einem Hormon (Gestagen - Levenorgestrel) am T - förmigen Kunstoffkern angebracht, aus dem kontinuierlich eine extrem geringe Menge des Hormons freigesetzt wird. Das Hormon unterbindet die Bildung der Schleimhaut in der Gebärmutterhöhle.
Die Verhütungssicherheit der Hormonspirale ist deutlich höher.

Nebenwirkungen der Kupferspirale sind längere, stärkere und schmerzhaftere Regelblutungen. Dafür bestehen jedoch keinerlei hormonelle Einflüsse. Diese sind jedoch auch beim Hormonsystem extrem gering, nahezu vernachlässigbar.

Beide, sowohl die Kupferspirale, als auch das Hormonsystem Mirena werden ambulant, meist ohne örtliche Betäubung, in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Dieser Vorgang ist meist schmerzarm und hat nur wenige Risiken.

Dem Hormonsystem sollte trotz des höheren Preises der Vorzug gegeben werden!

Bild 5.01: Gebärmutter linkes Bild ohne, rechts mit eingelegter Kupferspirale. Deutlich sichtbar der helle Reflex in der Gebärmutterhöhle.  Hysteroskopische Entfernung einer Kupferspirale bei fehlendem Rückholfaden

Bild 5.02: Dislozierte Kupferspirale. Hier ist die Kupferspirale aus der Gebärmutterhöhle in den Gebärmutterhals abgerutscht. Dadurch besteht kein Schutz mehr vor Schwangerschaften und die Spirale muß entfernt und eine neue gelegt werden.

Bild 5.03: Rechts ist der Schallschatten einer in die Gebärmutter eingelegten `Hormonspirale´ (Mirena) zu sehen, links die Gebärmutter ohne eingelegte Mirena.
Es handelt sich eigentlich um keine Spirale, sondern um ein Hormonsystem. Der Verhütungsschutz ist wesentlich höher als bei den herkömmlichen Kupferspiralen und die Nebenwirkungen wie längere, stärkere und schmerzhafte Blutungen kommen hiermit nicht mehr vor. Diese Verhütungsmethode sollte bevorzugt werden, auch wenn sie teurer ist.

Bild 5.04: Links sind im Querschnitt durch die Gebärmutter die Ärmchen des T - förmigen Kunstoffkerns zu sehen, rechts der Schallschatten, welcher die Hinterwand der Gebärmutter `verdunkelt´. Die Lagekontrolle sollte halbjährlich mit Ultraschall durchgeführt werden, um die Verhütungssicherheit zu gewährleisten.

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